Xelentis Logo

Was kostet Executive Search in der Medizintechnik 2026?

Michael Splitt ·
Füllfederhalter und chirurgisches Miniaturinstrument auf ledergebundenem Notizbuch auf Glasschreibtisch in Navy und Platin.

Executive Search in der Medizintechnik kostet in der Regel zwischen 25 und 35 Prozent des Jahresbruttogehalts der zu besetzenden Position. Bei einem Jahresgehalt von 120.000 Euro bedeutet das ein Honorar von etwa 30.000 bis 42.000 Euro. Die genauen Kosten hängen von Faktoren wie Suchkomplexität, Vertragsmodell und Leistungsumfang ab. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um Executive-Search-Kosten im Medizintechnik-Sektor.

Wie wird das Honorar beim Executive Search berechnet?

Das Honorar beim Executive Search wird fast immer als Prozentsatz des Jahresbruttogehalts der zu besetzenden Position berechnet. Üblich sind 25 bis 33 Prozent des Gesamtjahresgehalts, wobei Boni, Firmenwagen und andere geldwerte Vorteile je nach Vereinbarung einbezogen werden können. Die Basis für die Berechnung ist das sogenannte Total Compensation Package.

In der Praxis gibt es zwei gängige Abrechnungsmodelle. Beim Retainer-Modell wird das Honorar in Raten gezahlt: ein Teil zu Beginn der Suche, ein Teil in der Mitte des Prozesses und der Rest bei erfolgreicher Besetzung. Beim Contingency-Modell zahlen Sie nur bei Erfolg, also wenn ein Kandidat tatsächlich eingestellt wird. Beide Modelle haben ihre Vor- und Nachteile, die im nächsten Abschnitt genauer beleuchtet werden.

Was kostet Executive Search in der Medizintechnik konkret?

Für Führungspositionen in der Medizintechnik bewegen sich die Kosten für Executive Search typischerweise zwischen 25.000 und 60.000 Euro pro Besetzung. Bei einem Senior-Vertriebsleiter mit einem Jahresgehalt von 150.000 Euro und einem Honorarsatz von 30 Prozent wären das 45.000 Euro. Je höher die Position und je spezifischer das gesuchte Profil, desto höher das Honorar.

Einige konkrete Orientierungswerte für die Medizintechnik-Branche:

  • Sales Manager / Key Account Manager: Honorar zwischen 20.000 und 35.000 Euro
  • Business Unit Director / Country Manager: Honorar zwischen 35.000 und 55.000 Euro
  • C-Level-Positionen (CEO, COO, CFO): Honorar ab 50.000 Euro aufwärts
  • Spezialisierte Experten (Regulatory Affairs, Clinical Affairs): Honorar zwischen 18.000 und 35.000 Euro

Diese Zahlen sind Richtwerte. Ob Sie am unteren oder oberen Ende dieser Spannen landen, hängt von mehreren Faktoren ab, die weiter unten erklärt werden. Wichtig zu wissen: Bei grenzüberschreitenden Suchen in der DACH-Region können zusätzliche Kosten für internationale Kandidatenansprache entstehen.

Was ist der Unterschied zwischen Retained und Contingency Search?

Der zentrale Unterschied liegt in der Zahlungsstruktur und der Verbindlichkeit. Retained Search bedeutet, dass Sie einen Teil des Honorars vorab zahlen und damit die exklusive Zusammenarbeit mit der Personalberatung sichern. Contingency Search bedeutet, dass Sie nur zahlen, wenn eine Einstellung zustande kommt, und die Beratung trägt das volle Risiko.

Retained Search: Exklusivität und Tiefe

Beim Retained-Modell verpflichten Sie sich zur Zusammenarbeit mit einer Beratung, und diese verpflichtet sich im Gegenzug zur vollständigen Ressourcenzuweisung. Das bedeutet strukturierte Marktanalysen, aktive Direktansprache passiver Kandidaten und einen klar definierten Suchprozess. Dieses Modell eignet sich besonders für schwer zu besetzende Führungspositionen, bei denen passive Kandidaten angesprochen werden müssen, die nicht aktiv auf Jobsuche sind.

Contingency Search: erfolgsbasiert, aber mit Einschränkungen

Das Contingency-Modell klingt auf den ersten Blick attraktiver, weil Sie nur im Erfolgsfall zahlen. Der Nachteil: Die Beratung arbeitet oft parallel für mehrere Auftraggeber und priorisiert die Mandate, bei denen eine schnelle Besetzung wahrscheinlich ist. Für komplexe oder spezialisierte Positionen in der Medizintechnik ist dieses Modell daher oft weniger geeignet. Für standardisierte Positionen mit breit verfügbaren Profilen kann es jedoch eine kosteneffiziente Option sein.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten im Executive Search?

Die Kosten für Executive Search in der Medizintechnik werden von mehreren Faktoren beeinflusst. Das Jahresgehalt der Position ist der wichtigste Hebel, aber nicht der einzige. Folgende Aspekte wirken sich direkt auf das Honorar aus:

  • Komplexität des Suchprofils: Je spezialisierter die Anforderungen, zum Beispiel Expertise in regulatorischen Zulassungsverfahren oder klinischer Forschung, desto aufwändiger die Suche.
  • Geografische Reichweite: Eine Suche, die nur den deutschen Markt abdeckt, ist in der Regel günstiger als eine DACH-weite oder internationale Suche.
  • Hierarchieebene: C-Level-Positionen erfordern mehr Diskretion, tiefere Marktkenntnis und einen längeren Prozess.
  • Zeitdruck: Wenn eine Position schnell besetzt werden muss, kann das den Aufwand und damit das Honorar erhöhen.
  • Marktverfügbarkeit: In Bereichen mit ausgeprägtem Fachkräftemangel, wie etwa Regulatory Affairs oder Medical Affairs, ist der Kandidatenpool kleiner, was den Suchaufwand steigert.

Auch die Erfahrung und Branchenkenntnis der Personalberatung spielen eine Rolle. Eine Beratung mit tiefem Netzwerk in der Medizintechnik kann schneller und zielgerichteter suchen, was den Gesamtprozess effizienter macht, auch wenn das Honorar auf den ersten Blick höher erscheint. Mehr dazu, wie Executive und Expert Search in der Praxis abläuft, finden Sie hier.

Wann lohnt sich Executive Search gegenüber anderen Recruiting-Wegen?

Executive Search lohnt sich dann, wenn passive Kandidaten angesprochen werden müssen, die nicht aktiv auf Jobsuche sind, und wenn Fehlbesetzungen besonders teuer wären. Für Führungspositionen ab dem mittleren Management aufwärts, für spezialisierte Expertenfunktionen oder für diskrete Nachfolgeplanungen ist Executive Search klar die überlegene Methode gegenüber Stellenanzeigen oder internen HR-Prozessen.

Ein konkreter Vergleich hilft bei der Einordnung:

  • Stellenanzeigen erreichen nur aktiv suchende Kandidaten, die oft nicht die Besten im Markt sind. Sie sind günstiger, aber bei Führungspositionen selten ausreichend.
  • Interne HR-Teams haben oft nicht das spezifische Netzwerk und die Branchenkenntnis, um Top-Kandidaten in Nischenbereichen der Medizintechnik zu identifizieren.
  • Executive Search greift aktiv auf passive Kandidaten zu, bietet Marktanalysen und garantiert in der Regel Vertraulichkeit, was bei sensiblen Positionen wichtig ist.

Die Kosten einer Fehlbesetzung auf einer Führungsposition werden branchenübergreifend auf das Ein- bis Dreifache des Jahresgehalts geschätzt, wenn man Einarbeitungszeit, Produktivitätsverlust und erneute Suchkosten einrechnet. Vor diesem Hintergrund relativiert sich das Executive-Search-Honorar schnell. Mehr über den Bewerbungsprozess und wie eine professionelle Suche strukturiert wird, erfahren Sie hier.

Welche Leistungen sind im Executive-Search-Honorar typischerweise enthalten?

Im Executive-Search-Honorar sind in der Regel alle Leistungen von der Anforderungsanalyse bis zur erfolgreichen Einstellung enthalten. Das umfasst die Erstellung eines detaillierten Kandidatenprofils, die aktive Direktansprache, die Vorauswahl und Bewertung von Kandidaten sowie die Begleitung der Vertragsverhandlungen. Reisekosten werden manchmal separat abgerechnet.

Im Einzelnen gehören zu einem vollständigen Executive-Search-Mandat typischerweise folgende Leistungen:

  • Detaillierte Anforderungsanalyse und Erstellung eines Suchprofils
  • Markt- und Wettbewerbsanalyse im relevanten Segment
  • Aktive Direktansprache von Kandidaten (Headhunting)
  • Strukturierte Kandidateninterviews und Kompetenzbeurteilungen
  • Präsentation qualifizierter Kandidatenprofile mit Bewertung
  • Begleitung durch den gesamten Interviewprozess auf Unternehmensseite
  • Unterstützung bei Vertragsverhandlungen und im Angebotsprozess
  • Nachbetreuung nach dem Start des Kandidaten (Onboarding-Begleitung)

Viele Beratungen bieten zudem eine Garantiezeit, in der bei einem Scheitern der Besetzung innerhalb von sechs bis zwölf Monaten eine kostenfreie Nachsuche durchgeführt wird. Das ist ein wichtiger Punkt, den Sie bei der Auswahl einer Personalberatung aktiv erfragen sollten. Einen Überblick über spezialisierte Leistungen im Gesundheitswesen finden Sie auf unserer Website.

Wie Xelentis bei Executive Search in der Medizintechnik unterstützt

Wir bei Xelentis sind spezialisiert auf Executive Search und Expert Search in der Medizintechnik, Pharma und Life Sciences. Unser Team bringt über 20 Jahre Branchenerfahrung in Pharma, Medtech und Dental mit, was bedeutet: Wir kennen die Märkte, die Kandidaten und die spezifischen Anforderungen dieser Branche aus eigener Führungserfahrung. Das macht einen spürbaren Unterschied in der Qualität und Geschwindigkeit unserer Suchen.

Konkret bieten wir Ihnen:

  • Transparente Honorarmodelle ohne versteckte Kosten
  • Aktive Direktansprache passiver Kandidaten in der gesamten DACH-Region
  • Tiefes Netzwerk in Medizintechnik, Pharma und Life Sciences
  • Begleitung von der Anforderungsanalyse bis zum erfolgreichen Onboarding
  • Unterstützung beim Employer Branding und bei der Mitarbeiterbindung

Wenn Sie wissen möchten, was eine Besetzung in Ihrem konkreten Fall kosten würde und wie wir vorgehen, sprechen Sie uns direkt an. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch.

Ähnliche Artikel