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Welche Führungspositionen sind in der Medizintechnik am schwierigsten zu besetzen?

Michael Splitt ·
Leerer Chefsessel an weißem Konferenztisch mit medizinischem Geräteprototyp, Tageslicht durch Panoramafenster in modernem Healthcare-Umfeld.

Am schwierigsten zu besetzen sind in der Medizintechnik Führungsrollen, die tiefes regulatorisches Fachwissen mit Managementkompetenz verbinden, also Positionen wie VP Regulatory Affairs, Market Access Director oder Chief Medical Officer. Diese Rollen existieren an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Recht und Strategie, was den Kandidatenkreis erheblich einschränkt. Im Folgenden beleuchten wir, welche Positionen besonders betroffen sind, warum die Besetzung so lange dauert und was Unternehmen konkret tun können.

Warum sind bestimmte Führungsrollen in der Medizintechnik besonders schwer zu besetzen?

Bestimmte Führungsrollen in der Medizintechnik sind so schwer zu besetzen, weil sie ein sehr spezifisches Kompetenzprofil verlangen: Kandidaten müssen gleichzeitig technisches oder medizinisches Fachwissen, regulatorische Expertise und Führungserfahrung mitbringen. Dieser Dreiklang findet sich nur bei einem sehr kleinen Anteil aktiver Fachkräfte.

Hinzu kommt der strukturelle Fachkräftemangel in der Medizintechnik, der sich in den letzten Jahren deutlich verschärft hat. Die Branche wächst schneller als der Nachwuchs an qualifizierten Führungskräften. Viele erfahrene Kandidaten sind bereits in festen Positionen und nicht aktiv auf Jobsuche. Das bedeutet: Klassische Stellenanzeigen erreichen genau die Menschen nicht, die man eigentlich sucht.

Ein weiterer Faktor ist die Internationalität. Medizintechnikunternehmen operieren global, aber regulatorische Anforderungen sind regional sehr unterschiedlich. Wer in Europa führt, muss die MDR kennen. Wer in den USA tätig ist, navigiert durch FDA-Prozesse. Diese regionale Spezialisierung reduziert die Wechselbereitschaft und damit den verfügbaren Kandidatenpool weiter.

Welche Führungspositionen sind in der Medizintechnik am häufigsten vakant?

Die häufigsten Vakanzen bei Führungspositionen in der Medizintechnik betreffen Regulatory Affairs, Market Access, Clinical Affairs, Quality Management auf Leitungsebene sowie kommerzielle Führungsrollen wie VP Sales oder General Manager. Diese Positionen kombinieren Fachtiefe mit Führungsverantwortung auf eine Weise, die nur wenige Kandidaten abdecken können.

Besonders auffällig ist die Situation in folgenden Bereichen:

  • Regulatory Affairs Leadership: VP oder Director Regulatory Affairs sind chronisch unterbesetzt, weil die MDR-Reform seit 2021 den Bedarf drastisch erhöht hat, ohne dass ausreichend neue Experten nachgewachsen sind.
  • Market Access: Diese Funktion existiert in vielen kleineren Unternehmen noch gar nicht als eigenständige Führungsrolle, weshalb erfahrene Kandidaten selten sind.
  • Clinical Affairs: Führungskräfte mit klinischem Hintergrund und Managementkompetenz sind rar, weil der Karriereweg vom Kliniker zur Führungskraft in der Industrie noch wenig etabliert ist.
  • General Manager / Country Manager: Besonders für neue Märkte oder Standortgründungen in der DACH-Region werden Persönlichkeiten gesucht, die sowohl unternehmerisch denken als auch regulatorisch sattelfest sind.

Wie lange dauert die Besetzung einer Führungsposition in der Medizintechnik durchschnittlich?

Die Besetzung einer Führungsposition in der Medizintechnik dauert im Durchschnitt zwischen vier und neun Monaten, bei besonders spezialisierten Rollen auch länger. Je höher die Position und je enger das Anforderungsprofil, desto mehr Zeit vergeht zwischen erstem Briefing und Vertragsunterzeichnung.

Diese langen Zeiträume entstehen durch mehrere Faktoren gleichzeitig: Der Kandidatenmarkt ist eng, interne Entscheidungsprozesse bei Unternehmen sind oft mehrstufig, und qualifizierte Kandidaten haben in der Regel lange Kündigungsfristen von drei bis sechs Monaten. Wer eine Schlüsselposition unbesetzt lässt, riskiert also nicht nur operative Lücken, sondern verliert auch Wettbewerbsfähigkeit.

Unternehmen, die frühzeitig mit einer spezialisierten Personalberatung zusammenarbeiten, verkürzen diesen Zeitraum messbar, weil der Kandidatenpool nicht erst aufgebaut werden muss.

Was macht Regulatory Affairs und Market Access so schwer zu besetzen?

Regulatory Affairs und Market Access sind so schwer zu besetzen, weil es sich um Querschnittsfunktionen handelt, die medizinisches Wissen, rechtliches Verständnis, strategisches Denken und Kommunikationsstärke gleichzeitig erfordern. Wer in diesen Bereichen auf Leitungsebene arbeitet, hat oft 10 bis 15 Jahre sehr spezifische Berufserfahrung hinter sich.

Im Bereich Regulatory Affairs hat die Einführung der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) den Druck erheblich erhöht. Unternehmen suchen Führungskräfte, die sowohl die technische Dokumentation verstehen als auch Benannte Stellen, Behörden und interne Teams steuern können. Dieses Profil ist schlicht selten.

Market Access ist eine vergleichsweise junge Disziplin in der Medizintechnik. Viele Unternehmen haben diese Funktion erst in den letzten Jahren aufgebaut, weshalb es kaum eine Generation erfahrener Führungskräfte gibt, aus der man schöpfen könnte. Wer heute einen Market Access Director sucht, konkurriert mit einer Vielzahl anderer Unternehmen um dieselbe kleine Gruppe von Kandidaten.

Welche Rolle spielt der DACH-Markt bei der Besetzungsschwierigkeit?

Der DACH-Markt verschärft die schwierige Stellenbesetzung in der Medizintechnik zusätzlich, weil Deutschland, Österreich und die Schweiz unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen, Gesundheitssysteme und Gehaltsstrukturen haben. Führungskräfte, die grenzüberschreitend agieren können, sind entsprechend gefragt und entsprechend selten.

Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt in Europa und gleichzeitig ein hart umkämpfter Arbeitsmarkt. Qualifizierte Kandidaten haben die Wahl zwischen zahlreichen attraktiven Arbeitgebern, von globalen Konzernen bis zu innovativen Mittelständlern. Die Schweiz punktet mit hohen Gehältern und einer dichten Unternehmenslandschaft in Life Sciences, hat aber einen noch engeren lokalen Kandidatenmarkt. Österreich bietet interessante Positionen, hat aber eine kleinere Basis an spezialisierten Fachkräften.

Wer in der DACH-Region eine Führungsposition besetzen möchte, muss deshalb grenzüberschreitend denken und suchen. Kandidaten aus Deutschland können in der Schweiz tätig werden und umgekehrt. Diese regionale Mobilität aktiv anzusprechen und zu ermöglichen, ist ein wichtiger Hebel bei der Personalberatung im Gesundheitswesen.

Wie können Unternehmen die Besetzung kritischer Führungsrollen beschleunigen?

Unternehmen können die Besetzung kritischer Führungsrollen in der Medizintechnik beschleunigen, indem sie früh planen, das Anforderungsprofil realistisch halten und aktiv auf passive Kandidaten zugehen, statt nur auf eingehende Bewerbungen zu warten. Der Wechsel von reaktiver zu proaktiver Suche ist der wichtigste Schritt.

Konkret helfen folgende Maßnahmen:

  • Anforderungsprofile schärfen: Viele Stellenprofile sind zu lang und zu wenig priorisiert. Wer 20 Anforderungen auflistet, schreckt gute Kandidaten ab und verlängert die Suche unnötig.
  • In Employer Branding investieren: Führungskräfte wählen Arbeitgeber bewusst. Wer als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird, erhält mehr Rückmeldungen auf Direktansprachen.
  • Entscheidungsprozesse straffen: Lange Interviewrunden und verzögertes Feedback kosten gute Kandidaten. Wer sich zu lange Zeit lässt, verliert den Wunschkandidaten an einen schnelleren Wettbewerber.
  • Passive Kandidaten ansprechen: Die besten Führungskräfte sind nicht aktiv auf Jobsuche. Direktansprache über ein belastbares Netzwerk ist deshalb oft der einzig wirksame Weg.
  • Früh mit Experten zusammenarbeiten: Je früher eine spezialisierte Personalberatung eingebunden wird, desto kürzer ist die Gesamtdauer der Suche.

Wie Xelentis bei der Besetzung von Führungspositionen in der Medizintechnik hilft

Wir bei Xelentis haben über 20 Jahre Erfahrung in Pharma, Medizintechnik und Dental. Diese Branchenkenntnis ist kein Marketingversprechen, sondern die Grundlage unserer täglichen Arbeit. Unsere Partner haben selbst in Führungspositionen in diesen Sektoren gearbeitet und wissen, wie ein guter VP Regulatory Affairs oder ein überzeugender General Manager wirklich aussieht.

Das bedeutet für Sie konkret:

  • Wir sprechen Kandidaten direkt und vertraulich an, die nicht aktiv suchen, aber offen für die richtige Gelegenheit sind.
  • Wir suchen grenzüberschreitend in der gesamten DACH-Region und vergrößern so Ihren Kandidatenpool erheblich.
  • Wir besetzen ausschließlich unbefristete Festanstellungen und arbeiten mit einer strukturierten Methodik, die Qualität und Tempo verbindet.
  • Wir unterstützen Sie nicht nur bei der Suche, sondern auch dabei, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

Wenn Sie eine kritische Führungsposition in der Medizintechnik zu besetzen haben, sprechen Sie uns an. Wir zeigen Ihnen, wie wir die Suche konkret angehen würden. Nehmen Sie Kontakt auf und wir besprechen Ihre Situation unverbindlich.

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