Xelentis Logo

Wie unterscheidet sich Executive Search für Regulatory-Affairs-Positionen in der Medizintechnik?

Michael Splitt ·
Leitender Manager prüft medizinisches Gerät-Zulassungsdossier am Glasschreibtisch mit chirurgischem Instrument und CE-Zertifizierungsmappe.

Executive Search für Regulatory-Affairs-Positionen in der Medizintechnik unterscheidet sich grundlegend von einer allgemeinen Führungskräftevermittlung, weil das fachliche Anforderungsprofil außergewöhnlich spezialisiert ist. Wer eine VP Regulatory Affairs oder eine Head of Regulatory Affairs sucht, braucht nicht nur ein Netzwerk, sondern tiefes Branchenwissen, das regulatorische Expertise mit Führungskompetenzen zusammendenkt. Die folgenden Fragen beleuchten, worauf es dabei wirklich ankommt.

Welche Qualifikationen muss ein Executive-Search-Berater für Regulatory-Affairs-Positionen mitbringen?

Ein Executive-Search-Berater für Regulatory-Affairs-Positionen in der Medizintechnik braucht eigene Branchenerfahrung, keine bloße Recruiting-Routine. Wer nicht weiß, was MDR, IVDR oder ein 510(k)-Verfahren bedeuten, kann weder das Anforderungsprofil schärfen noch Kandidaten fachlich einschätzen. Mindestens fünf bis zehn Jahre operative Erfahrung in Medizintechnik, Pharma oder Life Sciences sind hier keine Kür, sondern Pflicht.

Konkret bedeutet das: Der Berater muss verstehen, ob eine Position eher regulatorische Strategie auf Unternehmensebene erfordert oder operative Zulassungsarbeit für bestimmte Märkte. Er muss beurteilen können, ob ein Kandidat mit Erfahrung in Klasse-II-Produkten für ein Unternehmen mit Klasse-III-Portfolio geeignet ist. Und er muss wissen, welche internationalen Zulassungserfahrungen, etwa FDA, CE oder PMDA, für die jeweilige Rolle tatsächlich relevant sind.

Unser Team bei Xelentis bringt über 20 Jahre Erfahrung in Pharma, Medtech und Dental mit. Diese Tiefe macht den Unterschied, wenn es darum geht, Kandidaten nicht nur zu finden, sondern wirklich zu verstehen.

Warum ist der Kandidatenmarkt für Regulatory-Affairs-Führungskräfte so eng?

Der Markt für erfahrene Regulatory-Affairs-Führungskräfte in der Medizintechnik ist eng, weil die Kombination aus regulatorischer Fachtiefe und Führungserfahrung selten ist. Wer zehn Jahre als Regulatory-Affairs-Spezialist gearbeitet hat, ist nicht automatisch eine Führungspersönlichkeit. Und umgekehrt fehlt vielen Führungskräften das regulatorische Detailwissen, das in dieser Funktion zwingend nötig ist.

Hinzu kommen strukturelle Faktoren: Die MDR-Einführung hat den Bedarf an erfahrenen Regulatory-Profis deutlich erhöht, ohne dass gleichzeitig ausreichend Nachwuchs nachgewachsen ist. Viele Unternehmen haben ihre Regulatory-Teams in den letzten Jahren stark ausgebaut, was den Pool verfügbarer Kandidaten auf Führungsebene weiter ausgedünnt hat.

Erschwerend kommt hinzu, dass qualifizierte Kandidaten in dieser Nische häufig nicht aktiv suchen. Sie sind fest angestellt, gut bezahlt und werden intern geschätzt. Sie reagieren nicht auf Stellenanzeigen. Wer sie erreichen will, braucht direkten Zugang über ein belastbares Branchennetzwerk, das über Jahre aufgebaut wurde.

Wie läuft ein Executive-Search-Prozess für eine Regulatory-Affairs-Leitungsposition konkret ab?

Ein strukturierter Executive-Search-Prozess für eine Regulatory-Affairs-Leitungsposition beginnt mit einer gründlichen Anforderungsanalyse und endet erst nach einer begleiteten Einarbeitung. Der Prozess umfasst typischerweise sechs Phasen, die klar aufeinander aufbauen.

  1. Anforderungsprofil: Gemeinsam mit dem Unternehmen wird geklärt, welche regulatorischen Märkte, Produktklassen und Führungsaufgaben die Rolle abdecken soll.
  2. Marktanalyse: Der relevante Kandidatenmarkt wird systematisch recherchiert, inklusive passiver Kandidaten, die nicht aktiv suchen.
  3. Direkte Ansprache: Potenzielle Kandidaten werden vertraulich und persönlich kontaktiert, nicht über Massenaussendungen.
  4. Fachliche Vorauswahl: Kandidaten werden auf regulatorische Fachtiefe, Führungserfahrung und kulturelle Passung geprüft.
  5. Präsentation: Dem Unternehmen wird eine kleine, qualifizierte Auswahl vorgestellt, mit ausführlichen Kandidatenprofilen.
  6. Begleitung bis zur Einstellung: Der Prozess endet nicht mit der Vertragsunterschrift, sondern schließt die Onboarding-Phase mit ein.

Dieser Ablauf unterscheidet sich wesentlich von einem klassischen Bewerbungsverfahren. Mehr dazu, wie ein solcher strukturierter Bewerbungsprozess aussieht, finden Sie auf unserer Website.

Was unterscheidet eine VP Regulatory Affairs von einer Head of Regulatory Affairs, und warum ist das für die Suche relevant?

Der Unterschied zwischen einer VP Regulatory Affairs und einer Head of Regulatory Affairs liegt vor allem in Reichweite, strategischer Verantwortung und Hierarchieebene. Eine VP Regulatory Affairs agiert typischerweise in C-Level-Nähe, verantwortet die globale Regulatory-Strategie und ist direkt in Unternehmensentscheidungen eingebunden. Eine Head of Regulatory Affairs führt operativ ein Team und setzt die Strategie um, ohne sie unbedingt zu gestalten.

Für die Suche ist diese Unterscheidung aus mehreren Gründen wichtig:

  • Das Kandidatenprofil unterscheidet sich erheblich: Eine VP-Rolle erfordert nachgewiesene Erfahrung in der Unternehmenssteuerung, Stakeholder-Management auf Vorstandsebene und oft internationale Zulassungsverantwortung.
  • Die Vergütungsstruktur und der Verhandlungsspielraum sind unterschiedlich, was die Kandidatenansprache beeinflusst.
  • Die Suchstrategie muss angepasst werden: Für eine VP-Rolle wird tiefer in Netzwerke auf Führungsebene gegriffen, für eine Head-Position stärker in operative Expertenkreise.

Wer diese Unterschiede nicht kennt, riskiert, das falsche Profil anzusprechen und damit Zeit und Vertrauen zu verlieren.

Welche Rolle spielt Employer Branding bei der Besetzung von Regulatory-Affairs-Führungspositionen?

Employer Branding spielt bei der Besetzung von Regulatory-Affairs-Führungspositionen eine größere Rolle, als viele Unternehmen annehmen. Qualifizierte Kandidaten auf dieser Ebene haben Optionen. Sie wählen ihren nächsten Arbeitgeber sorgfältig aus, und sie informieren sich im Vorfeld intensiv.

Was überzeugt, ist nicht das Gehalt allein. Erfahrene Regulatory-Führungskräfte fragen nach der Unternehmenskultur, nach der strategischen Bedeutung der Funktion im Unternehmen und nach Entwicklungsperspektiven. Sie wollen wissen, ob Regulatory Affairs als strategischer Partner der Geschäftsführung verstanden wird oder als Verwaltungsaufgabe.

Unternehmen, die sich als attraktive Arbeitgeber positionieren wollen, sollten das nicht dem Zufall überlassen. Eine klare Botschaft darüber, warum diese Rolle wichtig ist und welchen Einfluss sie hat, gehört in jede Kandidatenansprache. Wer mehr darüber erfahren möchte, wie Personalberatung im Gesundheitswesen Employer Branding aktiv unterstützen kann, findet dort weiterführende Informationen.

Wann sollte ein Medizintechnikunternehmen einen spezialisierten Executive-Search-Partner einschalten?

Ein Medizintechnikunternehmen sollte einen spezialisierten Executive-Search-Partner einschalten, sobald eine Regulatory-Affairs-Führungsposition strategisch relevant ist und der interne Recruiting-Aufwand den Markt nicht ausreichend abdeckt. Das ist in den meisten Fällen früher, als Unternehmen zunächst annehmen.

Konkrete Situationen, in denen eine spezialisierte Suche sinnvoll ist:

  • Die Position ist neu geschaffen und das Unternehmen hat noch keine klare Vorstellung vom idealen Profil.
  • Bisherige Versuche über Stellenanzeigen oder interne Suche haben keine geeigneten Kandidaten gebracht.
  • Die Rolle erfordert sehr spezifische Markterfahrung, etwa FDA-Zulassung für den US-amerikanischen Markt oder PMDA-Erfahrung für Japan.
  • Diskretion ist gefragt, weil die Position noch nicht öffentlich kommuniziert werden soll.
  • Das Unternehmen expandiert in neue Märkte der DACH-Region und braucht schnell qualifizierte Führungskräfte vor Ort.

Je früher ein spezialisierter Partner eingebunden wird, desto besser kann er das Anforderungsprofil mitgestalten und die Suche gezielt ausrichten. Mehr zu den Möglichkeiten im Bereich Executive und Expert Search finden Sie direkt auf unserer Website.

Wie Xelentis bei der Besetzung von Regulatory-Affairs-Führungspositionen hilft

Wir bei Xelentis sind spezialisiert auf Executive Search und Expert Search im Gesundheitswesen, in der Medizintechnik, Pharma und Life Sciences. Mit über 20 Jahren Branchenerfahrung in Pharma, Medtech und Dental wissen wir, was eine starke Regulatory-Affairs-Führungskraft ausmacht, und wir wissen, wo wir sie finden.

Was uns konkret unterscheidet:

  • Unser Team bringt eigene operative Führungserfahrung aus Medizintechnik, Pharma und Life Sciences mit, keinen reinen Recruiting-Hintergrund.
  • Wir arbeiten ausschließlich mit direkter, persönlicher Ansprache, keine Massenanzeigen, kein Datenbankmatching.
  • Wir begleiten den gesamten Prozess, vom Anforderungsprofil bis zur erfolgreichen Einarbeitung.
  • Wir sind in der gesamten DACH-Region aktiv und vermitteln ausschließlich unbefristete Festanstellungen.
  • Wir unterstützen Unternehmen auch dabei, sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren, damit die richtigen Kandidaten nicht nur gefunden, sondern auch gewonnen werden.

Wenn Sie eine Regulatory-Affairs-Führungsposition zu besetzen haben oder sich noch in der Planungsphase befinden, sprechen Sie uns an. Nehmen Sie Kontakt auf und wir besprechen gemeinsam, wie wir Ihnen konkret helfen können.

Ähnliche Artikel